Taxmobil-Visionen brauchen Zeit! 2013 das Jahr der Umsetzung einer Vision?

Seit jahren wird über das Taxmobilkonzept diskutiert, auch deshalb, weil es scheinbar nicht so einfach ist “alles unter einen Hut zu bekommen”. Trotzdem, Bert Neckermann, bleibt bei seiner Vision.Durchhaltevermögen hat er. Das muss man ihm zugestehen. Bert Neckermann ist aber Unternehmen genug, dass er weiß, irgendwann ist der Zeitpunkt gekommen, wo man etwas gegenüber seinen Investoren anchweisen muss.2013 will Bert Neckermann nun zu seinem Jahr machen, und sein Pilotprojekt in Frankfurt am Main starten.

Zitat auf der Webseite von Taxmobil: Gegen die Vorteile eines eigenen PKWs scheinen der ÖPNV und die Taxis keine Chance zu haben. Der ÖPNV ist zu starr, unflexibel und liniengebunden, die Taxis zu teuer, als dass viele ihre täglichen Fahrten mit dem Taxi erledigen würden. Um wirklich bequem und scheinbar kostengünstig von Tür zu Tür zu kommen, ist für viele das Auto unverzichtbar.

Was wäre, wenn nun aber die Leistungsfähigkeit von Taxi und ÖPNV zu einem Bruchteil dessen was ein eigenes Auto kostet, angeboten würde? Und was wäre, wenn man nicht planen, denken und rechnen müsste, um einfach nach Bedarf jederzeit von Tür zu Tür zu kommen?  Wie würde sich die Bevölkerung dann verhalten?

Daraus entstand der Gedanke: Viele zahlen wenig für Mobilität, statt wenige viel. Die Idee ist, dass sich aufgrund eines sehr attraktiven Preis/Leistungsverhältnisses viele Menschen eine TAXMOBIL Card kaufen. Es können niemals alle zur gleichen Zeit dasselbe tun, daher wird immer nur  ein kleiner Teil der Kunden gleichzeitig TAXMOBIL nutzen. Nur für diesen Teil muss TAXMOBIL die Fahrzeuge bereit halten.

TAXMOBIL macht Sammelverkehr, was die Anzahl der benötigten Fahrzeuge und damit die Kosten weiter senkt TAXMOBIL hat keine eigenen Fahrzeuge, sondern nutzt die Fahrzeuge des Taxiwesens und auch die Kapazitäten des ÖPNV. Damit hat TAXMOBIL keine Fixkosten, sondern fuhrparkseitig variable Kosten und kann so hohe Charterraten an die Fahrzeuggeber ausbezahlen. TAXMOBIL muss keine Infrastruktur aufbauen, sondern nutzt die bestehende und hat damit kein Investitions- und Fuhrparkrisiko.

Je mehr Menschen in einer Stadt eine TAXMOBIL Card haben, desto klarer wird die Situation. Viele zahlen, wenige nutzen gleichzeitig, alle haben etwas davon. Damit wird im Schnitt eine Gewinnrechnung möglich, da die Einnahmen ab einer bestimmten Menge Kunden höher sind als die notwendigen Fahrzeugkosten. Durch das attraktive Preis/Leistungsverhältnis zieht TAXMOBIL viele Menschen an, welche bisher weder Taxis noch  den ÖPNV nutzten. Von diesen, bisher unerreichten Schichten profitieren künftig also auch die bestehenden Betreiber von Mobilitäts- und Verkehrssystemen.

Das ist die Win-Win-Win Situation: Der Kunde gewinnt, die Verkehrsbetreiber gewinnen und TAXMOBIL gewinnt.